Schädlingskunde

Wissen um die Besonderheiten der Schädlinge

In unserem Lexikon für Schädlingskunde erfahren Sie Wichtiges über das Vorkommen, die Lebensweise, das Verhalten, die Gefahren und die Bekämpfung der meist verbreiteten Schädlinge. Das Wissen um die Besonderheiten der Schädlinge ist wichtig, damit Maßnahmen zur Schädlingsbekämpfung zielgerichtet durchgeführt werden können. Des Weiteren finden Sie Informationen über Nützlinge und Lästige. Bei Fragen rufen Sie uns einfach an.

Schadnager

Hausmaus Mus-musculus
Hausratte Rattus rattus
Rötelmaus Myodes glareolus
Wanderratte Rattus-norvegicus
Wühlmaus Arvicola terrestris

Schadinsekten

Motten

Dörrobstmotte Plodia interpunctella-Falter
Getreidemotte Sitotroga cerealella
Kleidermotte Tineola bisselliella
Mehlmotte Ephestia kuehniella
Speichermottte Larve

Käfer

Amerikanischer Reismehlkäfer Tribolium confusum
Bettwanze Cimex lectularius
Brotkäfer Stegobium paniceum
Gescheckter Nagekäfer Xestobium rufovillosum
Gemeiner Speckkäfer Derbstes lardarius
Getreidekapuziner Käfer
Getreideplattkäfer Oryzaephilus surinamensis
Gemeiner Nagekäfer Anobium punctatum
Hausbock Hylotrupes bajulus
Kornkäfer Sitophilus granarius
Kugelkäfer Gibbium psylloides
Rotbrauner Leistenkopfplattkäfer Cryptolestes ferrugineus
Mehlkäfer Tenebrio molitor
Messingkäfer Niptu hololeucus
Reiskäfer Sitophilus oryzae
Schwarzer Getreidenager Tenebroides mauritanicus
Wollkrautblütenkäfer
Brauner Splintholzkäfer Lyctus brunneus
Wollkrautblütenkäfer

Schaben

Schaben, oder im Volksmund auch als Kakerlaken bekannt, sind Allesfresser, die sich tagsüber in Ritzen, Spalten, Leitungsrohren und Abluftschächten aufhalten. Gefressen wird alles organischen Ursprungs, von Nahrungsmitteln, feuchtem Gewebe bis hin zu Leder. Sie sind wärme- und feuchtigkeitsliebend, und treten oft im Pulk auf, in dem sie sich mit Hilfe von Duftstoffen orientieren. Vorzugsweise werden Lokationen und Räume befallen, in denen immer wieder größere Ansammlungen von Nahrungsresten anfallen, z.B. Küchen, Backstuben, Lebensmittellager, etc. Schaben können via Hospitalismus verschiedene Infektionskrankheiten übertragen, unter anderem Milzbrand, Tuberkulose, Salmonellen, Pilzerkrankungen und etliches mehr. Eine Einschleppung kann sowohl über Gütertransport auf allen Wegen, als auch über das persönliche Reisegepäck erfolgen. Davon abgesehen sind Schaben höchst widerstandsfähig und treten ganzjährig auf. Direkte Brutstätten gibt es nicht, da das Weibchen die Eipakete (Ootheken) mit sich herum trägt und erst kurz vor dem Schlüpfen fallen lasst. Bei uns haben sich vier Arten etabliert:

Amerikanische Schabe Periplaneta americana
Braunbandschabe Supella longipalpa
Deutsche Schabe Blattella germanica
Orientalische Schabe Blatts orientalis

Fliegen

Fliegen sind im wesentlichen Hygiene- und Vorratsschädlinge. Sie bevorzugen unterschiedlichste Substrate, von Dünger, Fäkalien, Aas, Abwässer, alle möglichen anderen sich zersetzenden organischen Materialien bis hin zu Fleisch, Wurst, Käse, Limonade, Obst und anderen frischen Lebensmitteln. Diese werden meist in wahlloser Form aufgenommen, und so verschiedene Keime und Erreger transportiert und auf Mensch und Tier übertragen. Zudem gelten die Larven verschiedener Arten als „Abfallverwerter“, und leben vorwiegend von toten pflanzlichen und tierischen Substanzen. Auf offen stehendes Tierfutter oder nicht abgedeckte Mülltonnen werden oft befallen. In der Lebensmittel verarbeitenden Industrie müssen befallene Lebensmittel komplett entsorgt werden, der wirtschaftliche Schaden ist enorm.

Schmeißfliege Calliphora erythrocephala
Fleischfliege Sarcophaga carnaria
Große Stubenfliege Musca domestica

Flöhe (allgemein)

Flöhe gelten sowohl für den Menschen, als auch für Tiere zu den wichtigsten Hygieneschädlingen. Die gängigsten Arten sind der Menschen-, der Hunde- und Katzenfloh. Durch ihre wechselnden Wirte können sie nahezu alle Krankheiten übertragen, von verschiedenen Wurmerkrankungen bis hin zu schweren Infektionskrankheiten. Flöhe sind etwa 2–4 mm lang, dunkelbraun bis schwarz gefärbt, haben einen seitlich zusammengedrückten Körper, und starke Sprungbeine. Bis zu 450 Eier werden in ca 3 Monaten wahlweise in der Umgebung der Wirte abgelegt. Die Generationsdauer beträgt 4–6 Wochen. Flöhe können wochenlang hungern. Ihre Brutstätten sind vor allem Staub und Kehrichtansammlungen u. ä. in Ritzen, Fugen, Ecken usw., bei Flöhen Von Tieren üblicherweise deren Schlafplätze. Die Larven ernähren sich vom Kot der erwachsenen Flöhe und von organischen Partikeln. Ein den Brutstätten ist eine Bereichsbehandlung notwendig. Zu der Behandlung an Mensch und Tier wird dringend angeraten, einen Arzt oder Veterinär aufzusuchen!

Lästlinge

Als Lästlinge werden Insekten bezeichnet, die zwar keinen Schaden anrichten, auf Grund ihres Vorkommens für den Menschen unangenehm bis lästig sind.

Deutsche Wespe Paravespula Germania Weibchen
Feuerwanze Phyrrocoris apterus
Gemeine Wespe Paravespula vulgaris
Heimchen Acheta domestica
Kellerassel Porcellio scaber
Schwarzgraue Wegameise Lasius niger
Rasenameise Tetramorium caespitum
Fruchtfliege Drosophila

Nützlinge

Florfliege Chrysoperla carnea
Schlupfwespe Ichneumonidae