Der Sommer ist mittlerweile hierzulande ausgekehrt, und umso verständlicher ist es, wenn die Reisen weit weg ins Warme führen. Einige Zeit später zuhause kann die Urlaubsfreude jedoch schnell verflogen sein, wenn kleine ungebetene Gäste mit zurück gereist sind. Vorerst unbemerkt im Gepäck eingeschleppt, nisten sie sich in dunklen und versteckten Ecken ein, um sich dann nachts auf Nahrungssuche zu begeben: menschliches und tierisches Blut. Bettwanzenstiche jucken und brennen nicht nur sehr unangenehm, die kleinen Insekten dienen auch als Zwischenwirt für alle möglichen Krankheitserreger. Manche Menschen können zudem allergisch auf das Stichsekret reagieren.

Mit ihrer Größe von 3,8 bis 5,5 Millimeter stechen sie nicht gerade ins Auge, nach Bettwanzen und ihren Verstecken muss gezielt gesucht werden. Ihre Lebenserwartung liegt zwischen 6 und 12 Monaten. Sie sind Kosmopoliten, heißt, nahezu überall auf der Welt verbreitet und eine Einschleppung im Gepäck nicht unwahrscheinlich.

Hier kann nur der Schädlingsbekämpfer helfen, der gegen die kleinen sich stark vermehrenden Parasiten agiert. Ein Weibchen legt nahezu täglich mehrere Eier, in seiner gesamten Lebensdauer bis zu 200. Hier ist schnelles Handeln gefragt, bevor sich die Bettwanzen zur regelrechten Plage ausweiten.

Periplaneta americana

Die amerikanische Schabe erreicht eine Größe von 26 mm bis 38 mm. Ihre Farbe ist rotbraun, der Halsschild rotgelb mit 2 dunkelbraunen Flecken. Beide Geschlechter voll geflügelt und flugfähig.

Die Eipakete werden einige Stunden bis 6 Tage herumgetragen, dann in Ecken und Ritzen festgeklebt und mit Holzspänen, Papierstückchen und anderem zugedeckt und getarnt. Die Larven schlüpfen nach 1–2 Monaten.

Die Gesamtentwicklungsdauer der Schabe beträgt ca. 1 Jahr. Von allen Schabenarten liebt sie Wärme am meisten.

Amerikanische Schaben sind Allesfresser und befallen auch anderes organisches Material aller Art, wie z. B. Gewebe, Leder und Papier. Feuchte, weiche, auch faulende Lebensmittel und Stoffe werden am liebsten aufgenommen. Schaden entsteht durch Verunreinigung, Verbreitung von Fäulniserregern und Krankheitskeimen, wie z. B. Milzbrand, Salmonellen und Tuberkulose. Sie fungiert auch als Zwischenwirt von Fadenwürmern und ist mitverantwortlich für den Hospitalismus in Krankenhäusern.